Erfahrung seit 1983
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt.
Für Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Beihilfefähig.
SCHULTER-ARM-SCHMERZEN
chronische Schulter-Arm-Schmerzen
Für Schulter-Arm-Schmerzen verwendet der Arzt die Diagnose: Schulter Arm-Synd rom
Schulter-Arm-Schmerzen sind auf Störungen verschiedenster Ursachen im Bereich des Halses, des
Schultergürtels und der Arme zurückzuführen.
Die mit Abstand häufigste Ursache für Schulter-Arm-Schmerzen sind aber von der
Halswir
belsäule ausgehende Störungen, hauptsächlich im Bereich der gelenkigen
Wirbelverbindungen, die sog. "Wirbelblockierungen".
In der
Regel klagen die Patienten dabei über
Nackenschmerzen,
die in Schulter und Arm
ausstrahlen. Meist ist die
Mus
kulatur neben der Wir
belsäule verhärtet,
häufig verbunden mit einer schmerzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit.
Vielfach besteht auch Klopfschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der
Halswir
belsäule.
Zum Ausschluß eines die Nervenwurzeln betreffendes
Krankheitsgeschehens (radikulären Symptomatik), bedarf es immer einer fachlichen
Abklärung (Neurologie, Radiologie), insbesondere bei Schulter-Arm-Schmerzen.
Auflistung vertebragener (= wirbelsäulenbedingter) Ursachen für Schulter-Arm-Schmerzen:
Degenerative Veränderungen
(= durch Abnutzung hervorgerufen)
- Bandscheibenveränderungen (Bandscheibenvorwölbung,
Bandscheibenvorfall)
- ligamentäre Insuffizienz (=
Funktionsstörung von Haltebändern)
- Störung der gelenkigen
Wirbelverbindungen
- knöcherne Veränderungen
(Randzacken, Knochenwulste usw.)
Mißbildungen
-
angeborene (z.B. Spina bifida, Blockwirbel, Keilwirbel)
-
Wachstumsstörung (z.B. Skoliose)
Entzündliche Erkrankungen
-
Rheumatischer Formenkreis (z.B.
Weichteilrheumatismus,
Bechterew-Krankheit)
-
Infektionserkrankungen (Spondylitis z.B. durch Tbc, Staphylokokken)
Generalisierte Skeletterkrankungen
-
(z.B. Osteoporose,
Osteomalazie
(=
Knochenabbau))
Tumoren
der Wirbelsäule
-
Primärtumoren (hauptsächlich Plasmozytom)
-
Metastasen
Traumen (= Verletzungen) (Frakturen,
Schleudertrauma
der HWS)
Medikamentöse Behandlung bei anhaltenden Schulter-Arm-Schmerzen:
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib
oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika ((z.B. Tramadol,
Tilidin, Oxycodon (Tilidin
oder Oxycodon auch mit Naloxon) oder Morphin)) (= im
Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei diesen
Schmerzen eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der
Gewöhnung oder gar
Abhängigkeit
vermieden werden.Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen Schmer
zen hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) oder
Neuroleptika hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)) bei Schulter-Arm-Schmerzen (chronische):Infiltrative Lokalanästhesie bei Schulter-Arm-Schmerzen:
Die einfachste
diesbezügliche Therapie besteht in der örtlichen Infiltration der meist
verspannten, an die Wir
belsäule angrenzenden
Mus
kulatur. Je nach segmentaler
Ausdehnung reichen ca. 5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% völlig aus. Eine
weitere Möglichkeit ist die gezielte Infiltration von Triggerpunkten
Periphere temporäre
(= oberflächliche, zeitlich begrenzte) Nervenblockaden bei Schulter-Arm-Schmerzen:Physikalische Therapie bei
Schulter-Arm-Schmerzen::
Auch die
Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
Nervenstimulation
Eine
weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie
im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Schulter-Arm-Schmerzen (chronische) empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen
(Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls
Schulter-Arm-Schmerzen
lindern.
Die Verordnung von Massagen ist auch Schulter-Arm-Schmerzen
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber
unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen
Kosten.
Nahezu unverzichtbar ist bei Schulter-Arm-Schmerzen aber die heilgymnastische
Therapie, da meist nur diese geeignet ist, einen ärztlichen
Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es,
die Mus
kulatur neben der Wir
belsäule zu trainieren, da auf Dauer nur eine
kräftige/suffiziente Mus
kulatur eine statische und dynamische Schwäche des
Achsenorgans kompensieren kann.
Besonders bei akuten Blockierungen hat die
manuelle Therapie (Chirotherapie) durchaus gute Erfolge aufzuweisen.
Bei
schmerzhaften degenerativen
Bei längerfristig bestehenden Schulter-Arm-Schmerzen (chronische) ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche)) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird über einen Zeitraum von 10-14 Tagen ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert (Sympathikolyse). Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche, oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist, sogar kausal (= ursächlich). Eine gute Durchblutung optimiert auch den Stoffwechsel eines gestörten oder geschädigten Nervs. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Schmerz gedächtnis zu löschen.
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).
Die Klinik im Filmm - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).
Wenn Sie eine genaue Anfahrtsbeschreibung ab Ihrem Wohnort wünschen, klicken sie hier.
Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer
ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Weitere Schmerzthemen (Auswahl)
Zu allen (832!) Schmerzthemen gelangen Sie hier:
www.schmerzklinik.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)
Aktualisiert: >22.11..2008</> kusb&
K
Kalkaneodynie,
Kapselentzündung (www.kapselentzuendung.de),
Kausalgie,
Kephalea (www.kephalea.de),
Kephalodynie (www.kephalodynie.de),
Kiefergelenkserkrankung,
Kieferschmerzen,
Kniearthrose (http://www.kniearthrose.net),
Kniegelenkschmerzen,
Kniegelenkarthrose (http://www.kniegelenkarthrose.eu),
Kniegelenkserkrankungen,
Kniegelenksschmerzen,
Kniescheibenschmerzen,
Knieschmerz (www.knieschmerz.net),
Knieschmerzen,
Knorpelkrankheit,
Knochenentkalkungen,
Knochenentzündung (www.knochenentzuendung.com),
Knochenhautentzündung (http://www.knochenhautentzuendung.com),
Knochenkrankheiten,
Knochenmarkentzündungen,
Knochenschmerzen (www.kochenschmerzen.org),
Knorpelentzündung,
Knorpelerweichung,
kombinierter Kopfschmerz,
Kompartementsyndrom,
Komplexes regionales
Schmerzsyndrom (http://www.komplexes-regionales-schmerzsyndrom.eu),
Kompressionsneuropathie,
Kompressionssyndrom,Kompartmentsyndrom,
Kopfschmerz
(1)
Kopfschmerz (www.kopfschmerz.co.uk)
(2), Kopfschmerz vom Spannungstyp,
Kopfschmerzen (www.1-kopfschmerzen.de)
(1),
Kopfschmerzen (2),
Kopfschmerzerkrankungen (www.kopfschmerzerkrankungen.de),
Kopfschmerzsyndrom,
Kopfschmerztherapie,
Krämpfe in den Waden (www.waden-kraempfe.de),
Koxarthrose (http://www.koxarthrose.eu),
Kreuzbein (www.kreuzbein.eu),
Kreuzbeinschmerz (http://www.kreuzbeinschmerz.de),
Kreuzschmerz (www.kreuzschmerz.org),
Kreuzschmerzen (www.kreuzschmerzen.li),
Kyphose
L Leibschmerzen,Leistenschmerzen,
Lendenschmerzen,
Lendenwirbelsäulenschmerzen,
Lendenwirbelschmerzen,
Lippenbrennen,
Lippenschmerzen,
Logensyndrom (www.logensyndrom.de),
Lumbalschmerzen,
Lumboischalgie (http://www.lumboischalgie.de)
(1),
Lumboischialgie (http://www.lumboischialgie.info)
(2), Lunatumnekrose
(www.lunatumnekrose.com),
Lymphstau (www.lymphstau.com),
LWS-Schmerzen
http://www.schulter-arm-schmerzen.de <strong>chronische Schulter-Arm-Schmerzen</strong>